Fantastische Welten in Gera

Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum

Am morgigen 2. Oktober um 17 Uhr eröffnet das Stadtmuseum Gera die Sonderausstellung „Fantastische Welten“. Sie widmet sich dem Puppentheater Gera. Die Schau zeigt, wie Handwerkskunst, Fantasie und Liebe zum Detail einzigartige Charaktere und Kosmen entstehen lassen.

Handpuppen, Marionetten, Tisch-, Flach-, Klappmaul- und Stabfiguren: Seit Jahrzehnten verzaubert das Puppentheater Gera sein Publikum mit immer neuen Figuren und Geschichten. Keine gleicht der anderen – ebenso vielfältig wie die Spielweisen sind auch die Materialien, aus denen die Puppen gebaut werden. Die Ausstellung stellt die Arbeiten von vier Puppenbauern und Ausstattern vor, die das Haus über die Jahrzehnte maßgeblich geprägt haben: Jan Hofmann von 1976 bis 2015, Christian Werdin von 2015 bis 2017, Udo Schneeweiß von 2017 bis 2022 und Beatrice Baumann, die seit 2023 am Puppentheater Gera arbeitet.

„Mit dieser Ausstellung würdigen wir ein traditionsreiches Ensemble und einen Ort der Kreativität und Inspiration – und laden alle Besucherinnen und Besucher ein, die Magie des Figurentheaters neu zu entdecken“, sagt Museumsleiter und Ko-Kurator Konrad Kessler. Zusammen mit der Leiterin der Puppenbühne, Susanne Koschig, und dem Puppenbauer Udo Schneeweiß hat er die Ausstellung geplant und aufgebaut, unterstützt von den Mitarbeitern der Puppenbühne und des Stadtmuseums. „Es ist eine großartige Gemeinschaftsleistung“, lobt er die Zusammenarbeit.

Zu sehen sind zahlreiche Originalpuppen und Kulissen aus vergangenen Inszenierungen – darunter Figuren aus „Das Märchen vom Zaren Saltan“, „Der mit dem Fuchs spricht“, „Jedermann“, „Nils Holgersson“, „Vom Fischer und seiner Frau“ oder „Tistou mit den grünen Daumen“. Ergänzt werden sie durch Bühnenbildausschnitte, Szenenfotos, Skizzen und Bühnenmodelle. So eröffnet die Sonderausstellung zudem einen Blick hinter die Kulissen der Theaterarbeit und dokumentiert die künstlerische Entwicklung der Puppenbühne Gera. Die Besucherinnen und Besucher erfahren dabei viel über Puppenarten, die verwendeten Materialien und verschiedene Spieltechniken.

In der Ausstellung können nicht nur junge Besucher selbst aktiv werden: In der Kasperbude – ursprünglich aus der Inszenierung „Wien bei Nacht“ von Udo Schneeweiß – können Kinder selbst mit Handpuppen spielen. Zusätzlich lädt eine speziell angefertigte Schattenspielwand ein, mit Schattenfiguren eigene kleine Geschichten zu erzählen.

In den Wintermonaten und Osterferien lädt ein Begleitprogramm mit Workshops und Führungen dazu ein, das Figurenspiel auf spielerische und kreative Weise selbst zu erfahren.

Die Ausstellung „Fantastische Welten – Das Puppentheater Gera“ ist vom 3. Oktober 2026 bis zum 29. März 2027 im Stadtmuseum Gera zu sehen.

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