Autoservice in Greiz feierte 25-jähriges Jubiläum

Thomas Roth: „Ich liebe immer noch Autos!“

Die Zahl der Gratulanten wollte am Nachmittag des 18. September bei Thomas Roth schier kein Ende nehmen. Der Kfz-Meister hatte Geschäftspartner, Kunden und Freunde des Hauses zum 25-Jährigen von Roths Autoservice eingeladen, und unzählige Gäste waren der Einladung gefolgt, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Offiziell eröffnet hatte Thomas Roth seinen Autoservice am 27. Oktober 2001 auf einem Nachbargrundstück in der Greizer Brunnengasse. „Wir begehen unser 25-Jähriges etwas früher, damit wir es bei schönem Wetter draußen feiern können, was ja Ende Oktober kaum noch möglich ist“, so der Werkstatt-Chef. Das Jubiläum erinnerte ihn an die Eröffnung vor 25 Jahren: „Da war das Haus rappelvoll.“ Ein schöner Moment in der Firmengeschichte, genau wie die Jubiläumsfeier in diesem Monat.

Begonnen hatte Roth mit dem Aufbau seiner Selbstständigkeit bereits fast ein Jahr vor dem offiziellen Start. „Ich hatte die Nase voll vom Angestellten-Dasein und wollte mein Eigenes machen. Bereits 2000 habe ich deshalb angefangen, als ‚Einzelkämpfer‘ nebenan eine Werkstatt auszubauen, die ich dann am 27. Juli 2001 mit einem Lehrling eröffnen konnte“, erinnert sich der Kfz-Meister. Vier Jahre später erfolgte der Umzug in den jetzigen Firmensitz.

Seitdem wurden beim Autoservice Roth alle drei Jahre ein Mechatroniker ausgebildet, die teilweise noch im Unternehmen sind. Acht Mitarbeiter hat Thomas Roth heute, dabei auch wieder ein Azubi und ein Praktikant in der Einstiegsqualifizierung. Dass einige Kollegen dem Betrieb seit vielen Jahren die Treue halten, macht den Chef stolz: „Ein gutes Klima unter meinen Mitarbeitern ist mir sehr wichtig. Sicher haben wir deshalb eine sehr geringe Angestelltenfluktuation.“

In den 25 Jahren hat sich vieles verändert. „Die Anforderungen sind wesentlich komplexer geworden und das Handwerkliche ist etwas in den Hintergrund getreten. Obwohl das natürlich immer noch die Grundlage für unsere Arbeit ist“, betont Thomas Roth. Zu den größten Herausforderungen der letzten Jahre zählt er die Digitalisierung, ohne die nichts mehr geht. Der Elektromobilität stehe er dagegen sehr offen gegenüber, schließlich habe man bereits seit 2013 mit E-Autos zu tun. Zwei qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen sich mit dieser Thematik.

Zu den größten Herausforderungen der Vergangenheit gehörte die Abwrackprämie 2009. „In jenem Jahr haben wir 1.250 Autos verschrottet. Der Aufwand war immens. Um den laufenden Betrieb aufrecht erhalten zu können, musste ich zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen“, erinnert sich Thomas Roth.

Die Qualität Arbeit von Roths Autoservice wird von seiner Kundschaft geschätzt. Zahlreiche Kunden sind von Anfang an dabei. Ein Grund dafür ist das gute Vertrauensverhältnis, ist der Firmenchef überzeugt: „Wir gehen so fair miteinander um, dass uns viele Autobesitzer über die Jahre die Treue halten.“

Den Blick in die Zukunft sieht Thomas Roth optimistisch: „Ich hoffe, wir sind in fünf oder zehn Jahren immer noch am Markt. Und wenn wir das Tempo mithalten könne und alles finanzierbar ist, auch gut unterwegs.“ Trotz aller Herausforderungen würde er den Weg in die Selbstständigkeit genau wie vor 25 Jahren immer wieder gehen: „Ich liebe immer noch Autos.“ Deshalb engagiert er sich auch ehrenamtlich als Kfz-Obermeister und im Ostthüringern Oldtimer-Rennsport.

Zum Jubiläum seines Unternehmens freut sich der Kfz-Meister über das bisher Erreichte: „Ich denke, wir haben eine gute Arbeit abgeliefert und genießen in Greiz und Umgebung einen ganz guten Ruf.“

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