Spatenstich in Ruhla für neuen städtischen Bauhof

Für den neuen Bauhof in Holzbauweise gibt’s 2,4 Millionen Euro Landesförderung

Am gestrigen Mittwoch (7. Oktober) erfolgte der Spatenstich am Bauhof Ruhla, der symbolisch den Baubeginn für den ersten Bauabschnitt einleitet.

Bereits am 5. Dezember 2025 übergab Minister Steffen Schütz einen Förderbescheid über rund 2,4 Milionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln an den Bürgermeister der Stadt Ruhla, Stefan Hartung, mit dem das Land die umfassende Erneuerung des städtischen Bauhofs in Holzbauweise finanziell unterstützt. „Holzbau wird in Thüringen das neue Normal. Mit dem neuen städtischen Bauhof in Holzbauweise zeigt die Stadt Ruhla, dass klimaneutrales, öffentliches Bauen praktisch und schnell umsetzbar ist“, so Minister Steffen Schütz anlässlich des Spatenstichs.

Der Holzrahmenbau für das neue Sozialgebäude soll noch in diesem Jahr gestellt werden, wenn es die Witterung zulässt.

Der Bauhof Ruhla ist in einem maroden Zustand und dringend sanierungsbedürftig, um moderne Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des Servicebetriebs der Stadt zu schaffen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen neben dem neuen Büro- und Sozialgebäude auch vier neue Bauhofhallen in Holzbauweise. Architektonisch haben die neuen Gebäude regionale Bautraditionen von Thüringer Fachwerkbauten als Vorbild.

Mit den Rückbau-, Erdbau- und Rohbauarbeiten wurde bereits begonnen. Das neue Sozialgebäude soll im Sommer 2027 in Betrieb genommen werden. Danach startet der zweite Bauabschnitt mit dem Neubau der Bauhofhallen. Bis Ende 2029 sollen dann alle Altgebäude zurückgebaut und die Außenanlagen fertiggestellt werden.

Die dann neu geordneten Lagerflächen und Außenbereichen machen den neuen Bauhof funktionaler, wirtschaftlicher und barrierefreier. Da im Regelbetrieb am Bauhof große Mengen Holz und Holzabfälle anfallen, wird für die nachhaltige, autarke und kostengünstige Wärmeversorgung eine neue Holzvergaserheizung eingebaut.

Die förderfähigen Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei rund 3,2 Millionen Euro. Die rund 2,4 Millionen Euro Förderung setzt sich aus rund 1,9 Millionen. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 534.000 Euro Landesmitteln für klimaneutrales Bauen zusammen.

„Der neue Bauhof wird die regionale Wertschöpfungskette Holz befördern und gliedert sich optimal in unsere landesweite Holzbaustrategie ein. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse zur Umsetzung kommunaler Holzbauten mit regionalen Rohstoffen, die auch in die Arbeit des neuen Holzbaukompetenzzentrums einfließen werden, das in Suhl entsteht und wir mit 10 Mio. Euro fördern. Die Praxis ist der beste Lehrmeister, um Thüringen zum führenden Holzbauland zu machen“, so Minister Schütz abschließend.

Das Bild im Anhang kann gerne für die Berichterstattung verwendet werden.

Minister Steffen Schütz (re.) übergab den Förderbescheid am 8. Dezember an Bürgermeister Stefan Hartung. (Foto: B. Schmidt/TMDI)

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