Heinrich XI. und fiktive Figuren erläutern Stadtgeschichte an elf Stationen
Das Interesse war groß, als Wirtschaftsförderer und Projektkoordinator Steffen Magdeburg den Virtuellen Stadtrundgang durch Greiz offiziell eröffnete. Gästeführer, Projektpartner und Sponsoren waren am 27. Oktober in die Tourist-Information gekommen, um an einer kleine Rundführung durch Greiz teilzunehmen, wo sie die Stationen des Virtuellen Stadtrundganges besuchten.
An elf Stationen – unter anderem am Unteren und Oberen Schloss, an der Stadtkirche, der Alten Wache und am Sommerpalais, aber auch am Geburtshaus von Georg Stengel und am Schloßbergtunnel – sind Tafeln angebracht, über deren QR-Codes kurze Videoclips zu den Objekten angeschaut werden können. In diesen Clips erzählen Fürst Heinrich XI. und fiktive Figuren Geschichten aus vier Jahrhunderten rund um die historischen Gebäude und Persönlichkeiten aus Greiz.
Historischer Stadtrundgang mit Augmented Reality – was soviel bedeutet wie mit „Erweiterter Realität“ – nennt sich das Projekt, bei dem computergenerierte Figuren in die reale Umgebung eingefügt wurden und darin agieren. Umgesetzt werden konnte der Virtuelle Stadtrundgang im Rahmen eines Förderprojektes des Aktionsbündnisses „Innenstädte mit Zukunft“ des Freistaates Thüringens. „Drei Städte erhielten eine Förderung von jeweils 10.000 Euro – Jena, Suhl und Greiz“, informierte Steffen Magdeburg. Zur Umsetzung trugen weitere Sponsoren bei wie Tischendorf Die Medienpartner und die Sparkasse Gera-Greiz bei. Beteiligt an dem Projekt waren die Stadt Greiz, der Verein Little Opera Vogtland, die Consensive GmbH und die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz. Die Figuren hat Michael Hufenbach designet, für die Sabine Maria Schöneich und Dr. Ulf Häder die Texte geschrieben haben. Sprecher der Avatare sind Sabine Maria Schöneich, Heiko Büter, Jörg Flessa und Stephan Marek. Unterstützung bei der Umsetzung gab es durch den Greizer Karsten Schramm, das Stadtarchiv Greiz und das Staatsarchiv Greiz – Landesarchiv Thüringen sowie den Förderverein Oberes Schloss.
Das Ergebnis ist durchaus interessant und spannend. Die Avatare bringen in den Clips die Lebensumstände der damaligen Zeit nahe und machen die Geschichte wird erlebbar. „Wir hoffen, dass der virtuelle Stadtspaziergang den Leuten gefällt und vielleicht auch von Schulklassen als Rallye genutzt wird“, so Steffen Magdeburg.







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