Gebürtige Weimarerin folgt auf Dr. Tobias Pfeifer-Helke
Der Stiftungsrat der Friedenstein Stiftung Gotha hat sich nach einem intensiven Auswahlverfahren für Dr. Kristin Knebel als neue Direktorin der Friedenstein Stiftung Gotha entschieden.
Die gebürtige Weimarerin wird ab 1. März 2027 Verantwortung für die Entwicklung der Sammlungen auf Schloss Friedenstein übernehmen. Die bisherige Direktorin der Städtischen Museen der Stadt Jena hat einen Acht-Jahres-Vertrag unterzeichnet und folgt damit auf Dr. Tobias Pfeifer-Helke, der die Stiftung seit 2019 führte.
Dr. Kristin Knebel bringt mehr als zwanzig Jahre Museumserfahrung an unterschiedlichen Orten, langjährige Führungserfahrung, umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in allen strategischen und administrativen Aufgaben von Museen, einschließlich der Finanzverwaltung und der Drittmittelakquise, umfangreiche Ausstellungspraxis, eine sehr gute Vernetzung sowie eine tiefe persönliche Verbundenheit mit der Thüringer Kulturlandschaft für diese verantwortungsvolle Aufgabe in Gotha mit.
Die künftige Stiftungsdirektorin schloss 1997 in Jena ein Magisterstudium der Kunstgeschichte, mittelalterlichen Geschichte und evangelischen Theologie ab. 2003 wurde sie als Kunsthistorikerin in Jena mit einer Arbeit über Goethes Kunstsammlungen promoviert. Seitdem hat Dr. Kristin Knebel mit Leidenschaft für und in Museen gearbeitet. Sie absolvierte ein wissenschaftliches Volontariat am Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig, das sie bei der Klassik Stiftung Weimar fortsetzte, war Kuratorin für Stadtgeschichte der Städtischen Museen Jena, darauffolgend langjährig tätig als Persönliche Referentin des Generaldirektors der Museen der Klassik Stiftung Weimar und im Anschluss Abteilungsleitung Sammlungen und Wissenschaft und Stellvertretung des Generaldirektors der Museen der KSW. Danach wurde sie als Direktorin der Museen der Stadt Bamberg berufen. Seit 2025 ist Dr. Kristin Knebel Direktorin der Städtischen Museen Jena bei JenaKultur.
Dr. Kristin Knebel übernimmt in der Friedenstein Stiftung Gotha nicht nur die Verantwortung für die hochkarätigen und umfangreichen, international bedeutsamen Sammlungsbestände des Friedensteins und deren weitere künftige Präsentation, sondern damit auch zugleich die Führung von rund 80 engagierten Mitarbeitenden.
Statements
Thüringens Staatssekretär für Kultur und Vorsitzender des Stiftungsrates, Prof. Dr. Steffen Teichert, erklärt: „Mit Dr. Kristin Knebel gewinnt die Friedenstein Stiftung Gotha eine ausgewiesene Museumsexpertin, die wissenschaftliche Exzellenz, langjährige Führungserfahrung und eine tiefe Kenntnis der Thüringer Kulturlandschaft miteinander verbindet. Der Friedenstein mit seinen herausragenden Sammlungen ist ein Ort von nationaler und internationaler Bedeutung und zugleich eine Institution, die sich immer wieder neu zu ihrer Verantwortung für Gegenwart und Zukunft verhalten muss. Ich bin fest davon überzeugt, dass Dr. Knebel dafür die fachliche Souveränität, die strategische Weitsicht und die notwendige Sensibilität mitbringt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und wünsche ihr für diese besondere Aufgabe viel Erfolg.“
Der Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch, konstatiert: „Gotha ist und bleibt eine große Herausforderung und darum ist es für die Zukunft wichtig, die Mannschaft neu zu motivieren, um alle Mitarbeitenden für das gemeinsame Ziel zu begeistern. Ich bin sicher, dass Frau Dr. Knebel die richtigen Visionen nach innen und nach außen entwickeln wird.“
Die künftige Direktorin Dr. Kristin Knebel führt aus: „Aufgrund meiner tiefen persönlichen Verbundenheit mit der Thüringer Kulturlandschaft und der besonderen Strahlkraft der Friedenstein Stiftung Gotha ist es für mich eine große Ehre, für diese verantwortungsvolle Position ausgewählt worden zu sein. Zugleich habe ich großen Respekt und Demut vor dieser herausfordernden Aufgabe. Für die Zukunft der Stiftung müssen die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen gesichert werden. Ich wünsche mir, gemeinsam mit dem Team die Stiftung weiter zu einer zukunftsgewandten Kultureinrichtung gestalten zu können – mit innovativen Ideen, nachhaltigem Wirtschaften und inspirierender Arbeitsatmosphäre. Sie soll ein Ort der Begegnung für möglichst viele Menschen, ein Ort für offene Diskussionen, aber auch des Feierns und des Erlebens sein.“



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