Spielhalle des Sporthallenkomplexes Lobeda-West ist fertig saniert

Größte kommunal betriebene Sporthalle wieder komplett nutzbar – Asbestbelastung fachgerecht beseitigt

Gute Nachrichten für den Sport in Jena:

Die Spielhalle des Sporthallenkomplexes Lobeda-West ist nach Abschluss der notwendigen Sanierungsarbeiten wieder komplett nutzbar.

Anlass für die Arbeiten war ein Asbestfund im Bereich der Zuschauertribüne. Mit Beendigung der Arbeiten steht die Halle nun auch wieder mit Tribüne für den Schul- und Vereinssport sowie für Wettkämpfe zur Verfügung.

„Der Sporthallenkomplex Lobeda-West ist ein unverzichtbarer Standort für den Schul- und Vereinssport in unserer Stadt. Besonders für Wettkämpfe vor Publikum bietet die große Spielhalle wichtige Voraussetzungen, die wir in dieser Form nur an wenigen Standorten in Jena haben. Umso wichtiger war es, die festgestellte Schadstoffbelastung fachgerecht zu beseitigen. Ich freue mich, dass die Halle nun wieder für den Sport zur Verfügung steht, und danke allen Beteiligten für die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen“, betont Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport.

Schnelles Handeln nach Feststellung des Schadstoffs

Im Oktober 2024 wurden bei einer beschädigten Verkleidungsplatte im Zuschauerbereich asbesthaltige Bestandteile festgestellt. Um mögliche gesundheitliche Risiken für die Nutzenden der Halle auszuschließen, sperrte der verantwortliche städtische Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) die Spielhalle vorsorglich. Nach aufwendiger Beseitigung der Asbestplatten und einer Freimessung durch ein akkreditiertes Prüflabor konnte die Spielhalle zunächst ohne den Tribünenbereich wieder freigegeben werden. Ein Schutznetz grenzte den weiterhin gesperrten Baustellenbereich zwischen Tribüne und Spielhalle ab. Die vier weiteren Hallen des Komplexes konnten aufgrund ihrer baulichen Trennung von der Spielhalle durchgehend genutzt werden.

Neben den Asbestsanierungsarbeiten wurden auch bestehende Mängel im Brandschutz beseitigt und das Brandschutzkonzept erweitert. Die Doppelnutzung der Gaststätte „Schmiede 3.0“ in der Sporthalle und in der Schwimmhalle der Jenaer Bäder machte zudem eine Erweiterung der Hausalarmanlage auf den Gaststättenbereich der Jenaer Bäder sowie die Herstellung eines zweiten Rettungsweges in der Gaststätte erforderlich.

Nach Klärung der brandschutztechnischen Anforderungen konnte Anfang 2026 mit der Planung und Ausschreibung der neuen Tribünenbestuhlung begonnen werden. Im Zuge der anschließenden Arbeiten ersetzten Gipsplatten die asbesthaltigen Verkleidungsplatten. Zudem erfolgte eine Sanierung der Stufen und Betonplatten. Zum dauerhaften Schutz erhielten die Oberflächen im Sitz- und Stufenbereich eine Versiegelung. Der vertikale Bereich unterhalb der Sitzflächen erhielt eine neue Verkleidung aus robusten, oberflächenversiegelten Platten. Darüber hinaus erfolgten die Montage maßgefertigter Sitzschalen mit Nummerierung, die Erneuerung der Seitengeländer an den Stufen sowie abschließende Anstricharbeiten.

„Wir freuen uns, dass der Tribünenbereich im September fertiggestellt werden konnte und inzwischen gut genutzt wird. Nun befindet sich abschließend der Foyerbereich mit den Sanitäranlagen kurz vor der Fertigstellung. Die Freigabe ist noch in diesem Monat geplant“, ergänzt Beate Wachenbrunner, Werkleiterin von KIJ.

Mit der Wiederherstellung der Spielhalle steht dem Stadtteil Lobeda und der Stadt Jena wieder ein wichtiger und leistungsfähiger Standort für vielfältige Sportangebote und Wettkämpfe zur Verfügung.

Sitzen auf der neuen Tribüne, v.l.: Volker Blumentritt (Ortsteilbürgermeister Neulobeda), Thomas Graf (KIJ-Abteilungsleiter Schul- und Sportimmobilien), Philipp Schwarze (Referent für Sportentwicklung), Projektleiter Ralf Majonek (KIJ), Johannes Schleußner (Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport) und KIJ-Werkleiterin Beate Wachenbrunnner (Foto: Stadt Jena)

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