Kreisstraße in Eichigt wird grundhaft erneuert

Startschuss für umfassende Gemeinschaftsmaßnahme

Grundhafter Ausbau der stark sanierungsbedürftigen Fahrbahn bis Ende 2027

In der Kreistagssitzung vom 16. April 2026 wurde die Vergabe der Bauleistungen zur Erneuerung der Kreisstraße 7830 in Eichigt beschlossen. Den Zuschlag erhielt die VSTR AG aus Rodewisch. Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine seit 2021 koordinierte Gemeinschaftsmaßnahme mehrerer Projektpartner: des Vogtlandkreises, der Gemeinde Eichigt, des Zweckverbandes Wasser und Abwasser Vogtland (ZWAV), der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH sowie weiterer Versorgungsträger.

Im Rahmen der Baumaßnahme übernimmt die Gemeinde Eichigt die Renaturierung und Sanierung des innerörtlichen Fließgewässers „Lochbach“. Der ZWAV ist für die Erneuerung des vorhandenen Mischwasserkanals zuständig. Der Vogtlandkreis verantwortet den grundhaften Ausbau der stark sanierungsbedürftigen Fahrbahn auf einer Länge von rund 1.250 Metern, von der Höhe bis zur Einmündung der Bergener Straße, einschließlich des Baus eines neuen Straßenentwässerungskanals sowie des Ersatzneubaus eines Durchlasses.

Ergänzend dazu lässt die Gemeinde in der Ortsmitte einen Gehweg sowie zwei barrierefreie Bushaltestellen errichten. Auch die Straßenbeleuchtung wird umfassend modernisiert. Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH verlegt neue Mittel- und Niederspannungskabel, während die Telekom den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur weiter vorantreibt.

Um die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über den Ablauf der Bauarbeiten zu informieren, findet am 12. Mai 2026 um 18 Uhr eine Einwohnerversammlung statt. Neben allen beteiligten Vorhabenträgern werden auch das ausführende Bauunternehmen sowie die Bauleitung und Bauüberwachung anwesend sein. Ziel ist es, die Anwohnerschaft über die geplanten Bauphasen zu informieren und eine transparente Kommunikation sicherzustellen.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2027 andauern. Während dieser Zeit müssen sich die Anwohner auf unvermeidbare Einschränkungen wie Lärm, Staub und Verkehrsbehinderungen einstellen, die jedoch auf ein Minimum reduziert werden sollen. Angesichts der dringend erforderlichen Modernisierung und der positiven Mitwirkung der Bevölkerung im Vorfeld wird diesen Belastungen mit Verständnis begegnet.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich einschließlich Baunebenkosten und Grunderwerb auf rund 3,1 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro aus dem Kommunalbudget gemäß Sächsischem Finanzausgleichsgesetz (SächsFAG) sowie der Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz (FRL GH).

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2027 dauern. (Symbolbild: Mabel Amber auf Pexels.com)

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