Uraufführung des neuen Projekts von „Lachende Hyänen“
Zum Theatersonntag am 10. Mai um 17 Uhr präsentiert das Theaterkollektiv Lachende Hyänen die Premiere seines neuen Stücks ,,Lost in Ost – ein Reichenbacher Theaterabend‘‘.
Die Inszenierung entstand in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus Reichenbach und beschäftigt sich mit den Herausforderungen junger Menschen in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands 35 Jahre nach der Wiedervereinigung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es sich anfühlt, in Orten zu leben, die vom Strukturwandel geprägt sind, in denen Perspektiven brüchig wirken und das „Bleiben“ alles andere als selbstverständlich ist. Der einst hoffnungsvolle Satz der frühen Neunziger „So viel Anfang war noch nie…“ klingt heute ernüchternd und bildet den gedanklichen Ausgangspunkt des Projekts.
Das Stück verwebt Motive aus Samuel Becketts „Warten auf Godot“ mit Originalzitaten aus Interviews, die Regisseurin Kim Ehinger und Schauspielerin Johanna Franke vor Ort geführt haben. Entstanden ist ein Spannungsverhältnis zwischen Warten, Bleiben und Gehen, zwischen individu-eller Zukunftssuche und kollektiver Erinnerung. Neben der Leipziger Schauspielerin Franke steht Leonie Koppe aus der Reichenbacher Theatergruppe Neuberin Ensemble auf der Bühne.
Lost in Ost – ein Reichenbacher Theaterabend zeigt ein sensibles, zugleich kraftvolles Bild vom Leben in einer Region, die sich im Wandel befindet. Ehinger und Franke waren für ihre Recherche intensiv in Reichenbach unterwegs und haben Stimmen eingefangen, die sonst selten zu Wort kommen. Im Anschluss an das Theaterstück gibt es ein Nachgespräch mit den Zuschauenden, um ihre Perspektive auf die Thematik einzufangen.
Tickets sind online auf neuberinhaus.de sowie in der Kultur-Information Reichenbach erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.


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