Meldungen der Polizeiinspektion Saale-Holzland vom 6. August 2026

67-Jährige zahlt überhöhte Handwerkerrechnung

Saale-Holzland-Kreis (ots). Ein mutmaßlicher Betrugsfall im Zusammenhang mit einer Handwerkerleistung wurde der Polizei im Saale-Holzland-Kreis am gestrigen Mittwochnachmittag angezeigt.

So beauftragte eine 67-jährige Geschädigte ein Unternehmen mit dem Austausch einer Steckdose. Für die vor Ort durchgeführte Reparatur wurden anschließend 800 Euro verlangt. Die Frau beglich den Betrag zunächst, stellte jedoch im Nachhinein fest, dass die Rechnung aus ihrer Sicht deutlich überhöht war.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen und rät, insbesondere bei kurzfristig beauftragten Handwerkerleistungen vor Beginn der Arbeiten einen verbindlichen Kostenvoranschlag einzuholen und Rechnungen sorgfältig zu prüfen.

Unbekannte bringen Deutschlandflagge an Funkmast an

Saale-Holzland-Kreis (ots). Gesten Nachmittag wurde der Polizei gemeldet, dass Unbekannte auf einem Funkmast in Eisenberg/Saasa eine Deutschlandflagge angebracht hatten.

Nach bisherigen Erkenntnissen überwanden die bislang unbekannten Täter den Maschendrahtzaun des umzäunten Geländes und kletterten auf den Funkmast. An der Spitze befestigten sie dann eine Deutschlandflagge. Der Funkmast wird von einem Telekommunikationsunternehmen betrieben.

Die Polizei im Saale-Holzlandkreis hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise.

E-Scooter-Fahrer unter Drogeneinfluss gestoppt

Saale-Holzland-Kreis (ots). Polizeibeamte kontrollierten am gestrigen Nachmittag gegen 15:20 Uhr in der Klosterlausnitzer Straße in Eisenberg den Fahrer eines E-Scooters.

Im Rahmen der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf den Konsum von Betäubungsmitteln. Ein Drogenvortest bestätigte fortfolgend den Anfangsverdacht. Zudem fanden die Beamten bei der Durchsuchung des Mannes eine geringe Menge Crystal, welche beschlagnahmt wurde. Zur Beweissicherung wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Fachpraktische Wochen bei der Landespolizeiinspektion Jena gestartet

Rund 30 angehende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte bereiten sich auf ihren Dienstantritt zum 1. Oktober 2026 vor.

Jena (ots). Seit Beginn der Woche absolvieren rund 30 Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter des Bildungszentrums der Thüringer Polizei ihre fachpraktischen Wochen im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Jena. Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss werden sie zum 1.10.2026 ihren Dienst in den Polizeiinspektionen Apolda, Saale-Holzland und Weimar, im Inspektionsdienst Jena sowie bei der Einsatzunterstützung (ESU) Jena aufnehmen.

Die angehenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten verfügen bereits über umfangreiche Praxiserfahrungen aus einem mehrmonatigen Praktikum im Einsatz- und Streifendienst. Die fachpraktischen Wochen bauen gezielt auf diesen Erkenntnissen auf und dienen dazu, die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen mit ihren Dienststellen, den örtlichen Besonderheiten sowie den Menschen, mit denen sie künftig zusammenarbeiten werden, vertraut zu machen. Ziel ist ein möglichst nahtloser Übergang in die spätere Verwendung innerhalb der Landespolizeiinspektion Jena.

Die ersten beiden Ausbildungstage wurden durch die jeweils aufnehmenden Dienststellen eigenverantwortlich gestaltet und orientierten sich an den Besonderheiten der zukünftigen Verwendung. Neben organisatorischen Einweisungen, der Ausgabe persönlicher Führungs- und Einsatzmittel, der Einführung in die elektronischen Vorgangsbearbeitungssysteme sowie der Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse standen vor allem dienststellenspezifische Ausbildungsinhalte im Mittelpunkt.

Entsprechend vielfältig gestalteten sich die ersten beiden Ausbildungstage. Während die angehenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Saale-Holzland-Kreis die im Aufbau befindliche Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Eisenberg besuchten, erhielten die Weimarer Auszubildenden in der Landeseinsatzzentrale Thüringen in Erfurt Einblicke in die landesweite Notrufannahme und Einsatzdisposition.

Die Jenaer Kolleginnen und Kollegen erkundeten ihren zukünftigen Zuständigkeitsbereich im Rahmen einer Schutzbereichsrunde. Eine Wanderung auf den Jenzig bot dabei einen eindrucksvollen Überblick über den späteren Schutzbereich und dessen geografische Besonderheiten. In der Polizeiinspektion Apolda stand dagegen bereits die unmittelbare Praxis im Vordergrund: Dort unterstützte eine Auszubildende die Kolleginnen und Kollegen unmittelbar im Einsatz- und Streifendienst und sammelte weitere Erfahrungen im täglichen Polizeidienst.

Heute kommen alle Auszubildenden erstmals zu einem gemeinsamen Ausbildungstag am Standort der Landespolizeiinspektion Jena zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Besonderheiten polizeilicher Einsatzlagen im Zusammenhang mit Fußballveranstaltungen. Neben theoretischen Grundlagen erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Arenawache im Ernst-Abbe-Sportfeld. Von dort aus werden Polizeieinsätze an Spieltagen geführt. Zudem befinden sich dort unter anderem Gewahrsams- und Bearbeitungsräume sowie weitere einsatzrelevante Infrastruktur.

Bereits am Donnerstag folgt mit dem bundesweiten Speedmarathon der nächste Praxishöhepunkt. Die Auszubildenden unterstützen die Einsatzkräfte der Landespolizeiinspektion Jena an zwei Verkehrsüberwachungskontrollstellen im Bereich Weimar sowie im Saale-Holzland-Kreis und können ihr im Bildungszentrum erworbenes Wissen unmittelbar anwenden.

Den Abschluss der ersten Woche bildet ein gemeinsamer Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Dort werden neben der historischen Bedeutung insbesondere auch polizeiliche Fragestellungen im Zusammenhang mit Versammlungslagen und Einsätzen an einer national bedeutsamen Gedenkstätte thematisiert.

In der zweiten Woche wechseln die Auszubildenden geschlossen zur Einsatzunterstützung (ESU) Jena. Dort erwartet sie ein praxisorientiertes Ausbildungsprogramm mit den Schwerpunkten Zugriffstechniken, Umgang mit Führungs- und Einsatzmitteln, taktische Erste Hilfe, Schießausbildung sowie täglicher Dienstsport, beispielsweise CrossFit. Ziel ist es, einsatztaktische Fähigkeiten weiter zu vertiefen und die Handlungssicherheit für den späteren Polizeidienst zu stärken.

Die Landespolizeiinspektion Jena begleitet die fachpraktischen Wochen über ihren WhatsApp-Kanal „Polizei TH Jena“ und gibt dort regelmäßig Einblicke in die Ausbildung und den Berufsalltag ihrer zukünftigen Kolleginnen und Kollegen.

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