Einbruchsversuch endet mit abgebrochenem Schlüssel
Saale-Holzland (ots). Unbekannte hatten es in der Nacht zum gestrigen Montag auf ein Industriegelände in der Bahnhofstraße in Eisenberg abgesehen.
Zwischen Sonntagabend und Montagmorgen versuchten die Täter, mit einem offenbar nicht passenden Schlüssel eine Lagerhalle zu öffnen. Der Versuch scheiterte – der Schlüssel brach im Schloss ab und blieb dort stecken. Schäden am Schloss entstanden nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Darüber hinaus öffneten die Unbekannten einen unverschlossenen Container auf dem Gelände. Entwendet wurde augenscheinlich nichts. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Schockanrufe bleiben erfolglos
Saale-Holzland (ots). Mehrfach versuchten Betrüger gestern mit sogenannten Schockanrufen an Geld und Wertgegenstände zu gelangen. Entsprechende Fälle wurden aus Jena, dem Saale-Holzland-Kreis und Weimar bekannt. Die Angerufenen reagierten jedoch durchweg besonnen, sodass es nach bisherigen Erkenntnissen zu keinem Vermögensschaden kam.
Die Täter bedienten sich unterschiedlicher Geschichten. In einem Fall wurde einem 90-jährigen Jenaer vorgetäuscht, seine Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Anschließend erkundigte sich der Anrufer nach Bargeld und Schmuck. Der Senior durchschaute die Masche, beendete das Gespräch und überzeugte sich bei seiner Tochter davon, dass es ihr gut ging.
In einem weiteren Fall gab sich ein Anrufer als Professor einer Klinik aus. Er behauptete, der Sohn der Angerufenen sei schwer erkrankt und benötige dringend eine neuartige Behandlung in der Schweiz. Dafür seien 150.000 Euro erforderlich. Auch hier erkannte die Frau letztlich den Betrugsversuch und kontaktierte ihren Sohn, der wohlauf war.
Auch bei den weiteren bekannt gewordenen Versuchen in Jena, dem Saale-Holzland-Kreis und Weimar ließen sich die Angerufenen nicht täuschen.
Die Polizei rät: „Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Beenden Sie im Zweifel das Gespräch und kontaktieren Sie Angehörige über eine Ihnen bekannte Telefonnummer.“
Falsche Pflegekräfte unterwegs – Polizei warnt vor Trickdiebstählen
Saale-Holzland (ots). Zuletzt registrierte die Polizei im Saale-Holzland-Kreis mehrere Fälle, bei denen sich zwei Frauen als Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes ausgeben und gezielt ältere Menschen aufsuchen. Die Polizei warnt daher eindringlich vor dieser Masche und bittet insbesondere Angehörige, ältere Familienmitglieder und Bekannte entsprechend zu sensibilisieren.
Die beiden Frauen geben sich an der Wohnungstür als Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes, bislang überwiegend der „Johanniter“, aus. Unter diesem Vorwand versuchen sie, Zutritt zu den Wohnungen zu erhalten. Während eine der Frauen die Bewohner in ein Gespräch verwickelt, durchsucht die zweite offenbar unbeobachtet weitere Räume nach Bargeld, Schmuck und anderen Wertgegenständen. Beide Frauen trugen bei den bislang bekannten Fällen weiße Kittel ohne Aufschrift.
Am 9. August gelangten die Täterinnen auf diese Weise in die Wohnung einer 78-Jährigen in Hermsdorf. Dort entwendeten sie Schmuck im Wert von rund 10.000 Euro. Noch am selben Nachmittag wurden zwei weitere Seniorinnen im Alter von 84 und 88 Jahren in Eisenberg aufgesucht. Nach bisherigen Erkenntnissen machten die Frauen dort keine Beute.
Die Täterinnen werden als etwa 20 bis 30 Jahre alt und zwischen 1,60 und 1,70 Meter groß beschrieben. Beide hatten schwarze, mittellange Haare und sprachen gebrochen Deutsch mit einem als osteuropäisch beschriebenen Akzent. Eine der Frauen soll auffallend „buschige“ Haare gehabt haben.
Bereits im Juli wurden der Polizei zwei ähnlich gelagerte Fälle bekannt, bei denen ein Mann als vermeintlicher Mitarbeiter eines Pflegedienstes auftrat. Während eine 87-Jährige in Bürgel den Mann nicht länger in ihrer Wohnung verweilen ließ und so einen Diebstahl verhinderte, wurden einer 90-Jährigen in Hermsdorf auf diese Weise 11.000 Euro Bargeld entwendet.
Der Mann wurde in den beiden Fällen unterschiedlich beschrieben. Er soll etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß und von kräftiger Statur gewesen sein. In einem Fall wurde sein Alter auf etwa 45 bis 50 Jahre geschätzt. Hier hatte er brünettes, etwas zerzaustes Haar, trug eine lange Hose und führte eine helle Mappe mit sich. Er sprach akzentfrei Deutsch. Im zweiten Fall wurde der Mann mit kurzen blonden Haaren, blauer Jeans und einem weißen T-Shirt ohne Aufschrift beschrieben.
Ob zwischen den Taten des Mannes und den aktuellen Fällen mit den beiden Frauen ein Zusammenhang besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei rät insbesondere älteren Menschen: Lassen Sie unangekündigte Personen nicht in Ihre Wohnung. Mitarbeiter von Pflegediensten können sich ausweisen. Bestehen Zweifel, sollte die betreffende Einrichtung über eine selbst bekannte oder recherchierte Telefonnummer kontaktiert werden. Lassen Sie sich dabei nicht unter Druck setzen. Angehörige werden ausdrücklich gebeten, ältere Familienmitglieder und Bekannte über die derzeit auftretende Masche zu informieren.
Die Polizei geht davon aus, dass die Täterinnen weiterhin im Saale-Holzland-Kreis oder darüber hinaus unterwegs sein könnten. Zudem ist nicht auszuschließen, dass weitere Taten bislang unbemerkt geblieben oder noch nicht angezeigt worden sind.
Wer selbst von solchen Personen aufgesucht wurde, verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu den beschriebenen Personen geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Saale-Holzland, unter dem Aktenzeichen ST/0200853/2026 zu melden. In dringenden Fällen oder wenn die Personen noch vor Ort sind, sollte umgehend der Polizeinotruf 110 gewählt werden.


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