Edeltraud Ansorge aus Pausa nahm die Bernsgrüner Landfrauen zu ihrer Bildungsveranstaltung im Oktober in Worten und faszinierenden Bildern mit auf eine Reise in die Weiten des Mongolischen Altai, fernab moderner Zivilisation.
Drei Wochen verbrachte sie dort mit den Tuwa-Nomaden, die mit ihren Herden (Yaks, Schafe, Rinder, Pferde, Kamele) in der Hochgebirgsnatur leben und im Jahr vier Mal von Weideplatz zu Weideplatz umziehen. Die Tiere liefern ihnen Milch, Fleisch, Wolle, Leder. Das karge Nomadenleben ist verwurzelt im Einklang mit der Natur, im Schamanismus und der Naturreligion. Nach Aussagen Ansorges kämpft der Stammeshäuptling um die Erhaltung dieses ursprünglichen Lebens. Ansorge hat viel von Land und Leuten gesehen, ist viel gewandert, geritten, hat Adlerjäger kennengelernt, war bei der Einweihung von einer Opferstätte dabei, war Gast bei Tuwa-Familien, trank mit ihnen vergorene Stutenmilch und Milchschnaps, war bei einer Fohlenfestfeier, Ringer- Wettkämpfen, Bogenschießen dabei und lernte die Pferdekopfgeigen und den Kehlkopfgesang auf Festen und die Rituale der Nomaden kennen.
Die Landfrauen hatten viele Fragen während Ansorges spannenden Vortrages.
„Es war ein sicherer und erlebnisreicher Urlaub. Wir sollten dankbar sein, wie gut es uns hier geht. Es gibt keinen Grund zum Jammern“, so Edeltraud Ansorge abschließend.
„Ich hatte vorher noch nie etwas davon gehört. Es war so interessant und beeindruckend zu erfahren, wie andere Völker zufrieden und gastfreundlich leben. Ein ganz anderer Urlaub, der zeigt, das Leben auch ganz einfach geht“, dankt Vereinschefin Jutta Riedel.
Die Bernsgrüner Landfrauen spendeten am Ende 110 Euro für Winterfutter der mongolischen Tiere, da die Unterstützung vom Staat dort gering ist.
Text/Foto: Gabriele Wetzel
Foto: Edeltraud Ansorge mit einigen von den Nomaden hergestellten Produkten.


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