Fasching in der Kirche?

In der Bernsgrüner Kirche fand erstmals ein Faschingsgottesdienst statt

„Und dann die Hände zum Himmel…

… und lasst uns fröhlich sein“. Fasching in der Kirche? Geht das denn? Ja, es geht. Das bewies der erste Faschingsgottesdienst am Sonntagnachmittag in der Bernsgrüner Kirche, zu dem Pfarrer Gunnar Peukert alle aus dem Pfarrbereich Pöllwitz-Schönbach mit oder ohne Kostüm eingeladen hatte.

„Der Faschingsgottesdienst ist neu und ein Versuch, auch mal etwas Anderes zu probieren. Gott ist auch ein Gott der Freuden. Deshalb sind wir heute hier“, so der Pfarrer. In seiner Büttenpredigt in Reimen ging es um Kalle, der sich aufgeregt, erwartungsvoll und kostümiert zur Faschingsveranstaltung aufmachte, wo er maskiert ausgiebig lachte, tanzte, schunkelte und feierte die ganze Nacht. Im ganzen Jahr war er brav und fein, aber zum Fasching war ihm alles egal. Er vergaß all seine Sorgen. Später auf dem Nachhauseweg kommt er ins Grübeln mit der Erkenntnis, dass er immer er sein will und nicht nur ein Mal im Jahr hinter einer Maske. Kalle schaut zum Himmel, wo Gott ruft: “Bei mir brauchst du dich nicht verstecken und eine Maske tragen. Bei mir kannst du sein wie du bist. Bei mir zählt allein nur das Herz und nicht, was der Dorfklatsch erzählt“.

Dieser besondere Gottesdienst wurde mit Live-Musik durch das „Frakolonium Ensemble Auma“ während und nach dem Gottesdienst mit Gottesdienst- als auch bekannten Stimmungsliedern begleitet, die zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen einluden. Und natürlich fehlten auch Pfannkuchen und diverse Getränke für den kulinarischen Faschingsgenuss nicht.

Fazit: Alle kleinen und großen Besucher waren von der gelungenen Premiere begeistert.

Text/Foto: Gabriele Wetzel

Foto 1: Beweisfoto – Fasching in der Kirche geht und wird angenommen.

Foto 2: Die Musiker von „Frakolonium Ensemble Auma“ bereicherten diesen besonderen Gottesdienst mit Liedern, wie „Die Hände zum Himmel“, „Ich sing dir mein Lied“, „Jugendliebe“ und „Veronika, der Lenz ist da“.

Hinterlasse einen Kommentar