38 Pädagogen und Erzieher im Saale-Orla-Kreis sind jetzt „Fachkraft im Kinderschutz“

Jugendamt und Kinderschutzdienst gestalten gemeinsame Zertifikatsfortbildung

In den vergangenen Monaten haben 38 Personen – Pädagogen und Erzieher aus Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen – an einer besonderen Zertifikatsfortbildung im Landratsamt teilgenommen. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Kinderschutz und die Frage, wie man Kindeswohlgefährdungen frühzeitig erkennen und durch gemeinsames Handeln möglichst verhindern kann.

Bei der mehrmonatigen Veranstaltungsreihe wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in fünf Modulen grundlegendes Wissen zu fachlichen und rechtlichen Aspekten des Kinderschutzes vermittelt. Anhand praxisnaher Beispiele wurde der richtige Umgang mit Verdachtsfällen aufgezeigt. Außerdem haben die Teilnehmenden Strategien wie auch Herangehensweisen erlernt, die ihnen im Ernstfall Handlungssicherheit geben sollen. Die Zertifikate zur „Fachkraft im Kinderschutz“ übergab Landrat Christian Herrgott, der das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobte. „Sie alle leisten einen großen Beitrag für den aktiven Kinderschutz in unserem Landkreis. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Bereitschaft, sich für das Wohl der Kinder einzusetzen“, betonte er und ergänzte: „Kinderschutz ist eine Aufgabe, die uns alle angeht und die nur durch Achtsamkeit und frühzeitiges, gemeinsames Handeln gelingen kann“.

Das Jugendamt und der Kinderschutzdienst des Landkreises haben beim Thema Kinderschutz einen steigenden Bedarf nach fachlicher Unterstützung in den Kindertagseinrichtungen feststellen können, was den Anstoß zu der Fortbildung gab. Um dem umfassend und flächendeckend gerecht zu werden, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendschutzdienst „Huckepack“ des Bildungswerkes Blitz e.V. die Zertifikatsfortbildung „Kinderschutz – eine Gemeinschaftsaufgabe“ konzipiert. „Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit und Kooperation mit dem Kinderschutzdienst hier bei uns im Landkreis und der Thüringer Landesarbeitsgemeinschaft für Kinderschutz“ erklärte die stellvertretende Jugendamtsleiterin Beate Herrgott. Aufgrund des großen Interesses an der Fortbildungsreihe wird es im nächsten Jahr einen weiteren Durchgang geben.

Ziel des Jugendamtes und des Kinderschutzdienstes ist es, dass es in allen 60 Kindertageseinrichtungen des Landkreises künftig mindestens eine Fachkraft im Kinderschutz gibt. Denn nur wenn Kinder frei von Gewalt, Vernachlässigung, familiärem Suchtverhalten oder anderweitigen psychischen Belastungen aufwachsen, können sie ihr volles Potenzial entfalten. Der Kinderschutz ist daher eine der zentralsten Aufgaben in der Arbeit von Pädagogen und Erziehern, bei der sie fachlich und konzeptionell vom Jugendamt und dem Kinderschutzdienst unterstützt werden.

In einer mehrmonatigen Zertifikatsfortbildung des Landratsamtes und des Kinder- und Jugendschutzdienstes „Huckepack“ ließen sich 38 Pädagogen und Erzieher zur „Fachkraft im Kinderschutz“ ausbilden. (Foto: LRA SOK)

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